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Duderstadt_50_03

4 5 INFORMATIVES Duderstadt – Stadt voller Bewegung Duderstadt, in der üppigen Kulturlandschaft des Eichsfeldes, wurde bereits 929 erstmals urkundlich erwähnt. In einer Verfügung vom 16. September 929 ist festgehalten, dass König Heinrich I. seiner Frau Mathilde den Hof zu „Tuterstedi“ als Witwengut schenkte. Das inzwischen 1.087-jährige Duderstadt zählt sowohl durch sein in einmaliger Geschlossenheit erhaltenes mittelalterliches Stadtbild als auch durch seine Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten zu den sehenswertesten Fachwerkstädten Deutschlands. Schon von weitem fällt der Blick auf die einzigartige Silhouette Duderstadts: groß und mächtig ragen die Türme der Basilika St.-Cyriakus und der St.-Servatius-Kirche empor, daneben der gedrehte Helm des Westerturmes, der gemeinsam mit Warten, Wall und Mauer bereits vor vielen hundert Jahren zum Schutz der Stadt errichtet wurde. Und mittendrin das von drei Erkertürmen gekrönte Rathaus, eines der ältesten und schönsten Deutschlands. Einst als „Kophus“ (Kaufhaus) erbaut, Buntes Treiben am Tag der Niedersachsen diente es den Händlern als Marktplatz und war Mittelpunkt des bürgerlichen Lebens. Heute, nach seiner Neukonzeption, ist es touristisches und kulturelles Zentrum, beherbergt die Bibliothek und ist vor allem attraktiver Ausstellungs- und Erlebnisort. Auf neun Ebenen erwartet den Besucher eine spannende Zeitreise durch das mittelalterliche Duderstadt. Tief unten in den Gewölbekellern befindet sich neben Salzkammer, Tonnengewölbe und Viermannstube auch der Ratsweinkeller. In der Folterkammer tanzen schaurige Schatten über die Wände. Hier kann man die Gerichtsbarkeit aus jenen Tagen wirklich nacherleben. Interessant sind natürlich auch die schützengeschichtliche Ausstellung im 2. und der Bereich „Civitas“ im 3. OG, der sich der Stadtwerdung und Stadtentwicklung widmet. Versäumt werden sollte aber auf keinen Fall der Aufstieg in den höchsten der drei Rathaustürme. Von hier hat man einen einmaligen Ausblick über die roten Dächer Duderstadts bis in den Harz.


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