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Duderstadt_50_03

FREIZEIT UND KULTUR Heimatmuseum Bei der Oberkirche 3 Tel.: 2539 Das Heimatmuseum Duderstadt befindet sich in einem 1787 im barocken Fachwerkstil errichteten Gebäude. Besonders bedeutend für die Entwicklung des Duderstädter Heimatmuseums ist die Zeit seit dem 01.07.1983, als die Stadt Duderstadt sich als erste Stadt im südniedersächsischen Raum an einem museumspädagogischen Modellversuch beteiligte. Das Heimatmuseum wurde erstmals inhaltlich nach aktuellen didaktischen und museumspädagogischen Gesichtspunkten gestaltet und die Bestände wissenschaftlich bearbeitet. Bei der Erarbeitung der ständigen Ausstellung wurde auch die Duderstädter Bevölkerung intensiv mit einbezogen, um Informationen über Herkunft und den Gebrauchszusammenhang der Exponate zu erhalten. So beinhaltet die Ausstellung auch heute noch regionalspezifische Eigenheiten aus dem Leben der Bevölkerung, ihrem Arbeitsalltag, ihren Festen und Feiern, Sitten und Gebräuchen. Im Jahre 2011 erfolgte eine Neukonzeption der Ausstellungsräume, wobei die inhaltlichen Schwerpunkte beibehalten worden sind. Umgesetzt wurde dabei auch eine noch stärkere Orientierung auf die Vermittlung museumspädagogischer Inhalte an Kinder, Jugendliche und Familien. Klassenzimmer im Heimatmuseum Ein Rundgang durch die Ausstellung bietet heute folgendes: Im Erdgeschoss befindet sich neben den Räumen für Sonder- und Wechselausstellungen der Bereich „Archäologie und Ur- und Frühgeschichte“ mit der Geschichte und Entwicklung der Region. Besonders interessant sind vor allem die Reste der unter dem Museumsgelände aufgefundenen mittelalterlichen Stadtmauer, die durch eine begehbare Glasplatte betrachtet werden können. In der 1. Etage ist das heimische Handwerk und auch das frühindustrielle Gewerbe ausgestellt. Zum Thema „Arbeiten und Wirtschaften im Eichsfeld“ erhält man einen Einblick zur Wander- und Heimarbeit und Textil- und Schuhmacherhandwerk. Außerdem erfährt man vieles über den Tabakanbau und die Tabakverarbeitung im Eichsfeld. Das 2. Obergeschoss mit dem Thema: „Leben auf dem Land und in der Stadt“ zeigt bäuerliches Mobiliar aus dem Eichsfeld mit der Rekonstruktion einer Dönze (Wohnstube). Neben Apothekergerät und der Rekonstruktion einer alten Schulklasse gibt es auch eine Ausstellung über die Kirchenkunst des Eichsfelds mit dem Leben und Wirken von Georg Kardinal Kopp. Besichtigt werden kann u.a. ein Bronze-Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert. Daneben verfügt das Museum in den Ausstellungsbereichen über zwei „Aktivräume“. Dabei können sich insbesondere Kinder mit verschiedenen Aktivitäten (u. a. SchreiHistorisches Exponate im Heimatmuseum


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